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La Riposa: In den Alpen entsteht ein neues Modell für eine inklusive Berghütte

  • Autorenbild: Heimat Torino
    Heimat Torino
  • 14. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Auf 2.185 Metern Höhe, am Fuße des Rocciamelone, erprobt eine Berghütte im Susatal eine neue Art, die Bergwelt zu erleben.

Die Berghütte La Riposa oberhalb von Mompantero wird von der Fondazione Un Passo Insieme Onlus geführt und von der Metropolitanstadt Turin als erste inklusive Berghütte der Alpen bezeichnet.

rifugio la riposa

Eine Besonderheit, bei der es nicht nur um die Zugänglichkeit eines Ortes geht, sondern vor allem darum, was innerhalb der Berghütte geschieht.

Seit 2025 wird die Hütte von der Stiftung betrieben, die in der Region Projekte für Menschen mit kognitiven, psychischen, neuromotorischen und sozialen Beeinträchtigungen entwickelt. Die Gemeinde Mompantero hat der Stiftung die Leitung der Berghütte bis 2027 übertragen.

Während der Sommersaison verbindet sich die traditionelle Gastfreundschaft gegenüber Wanderinnen und Wanderern mit einem Projekt zur sozialen und beruflichen Inklusion. Menschen mit Behinderungen können einige Tage in den Bergen verbringen und werden dabei von einem Team aus Fachkräften des Gesundheits- und Sozialwesens begleitet. So wird die Bergwelt zu einem Ort der Begegnung, Teilhabe und des Wohlbefindens.

Genau darin liegt das Besondere an diesem Projekt: Inklusion wird Teil des täglichen Lebens in der Berghütte.

Die Berge werden nicht einfach als ein Raum verstanden, der barrierefreier gestaltet werden soll, sondern als ein Umfeld, in dem Erfahrungen, Beziehungen und neue Möglichkeiten entstehen können. Wandernde, Fachkräfte und Gäste teilen denselben Ort und machen Inklusion zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Alltags einer Berghütte.

Im Jahr 2026 entschied sich auch die Metropolitanstadt Turin, eine der in La Riposa organisierten Inklusionswochen zu unterstützen und damit ein Projekt zu fördern, das Bergregion, sozial- und gesundheitsbezogene Fachkompetenz und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbindet.

Für uns bei Heimat liegt der besondere Wert eines Projekts wie jenem der Berghütte La Riposa auch darin, die Bedeutung von Barrierefreiheit weiterzudenken.

Ein Gebiet zugänglich zu machen bedeutet nicht nur, physische Barrieren zu beseitigen. Es bedeutet, Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen einen Ort erleben, an seinen Aktivitäten teilnehmen und sich als Teil dieser Erfahrung fühlen können.

Und vielleicht ist genau das der interessanteste Aspekt der ersten inklusiven Berghütte der Alpen: Sie zeigt, dass die Berge auch auf über 2.000 Metern Höhe zu einem Ort der Teilhabe, Selbstbestimmung und Begegnung werden können.

Mit unserer Rubrik Piemonte Accessibile werden wir auch weiterhin Orte und Projekte vorstellen, die neue Wege erproben, um das Piemont offener und einladender für alle Menschen zu gestalten.


Quelle

Dieser Artikel basiert auf der Pressemitteilung „Il primo rifugio alpino inclusivo“, die von der Metropolitanstadt Turin veröffentlicht wurde, und stellt eine redaktionell überarbeitete Fassung zu Informationszwecken dar.

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